BJÖRN THÜMLER
Landtagskandidat

Thümler-Termin zur Zukunft der Pestalozzischule:
Schließung soll verhindert werden

Die Zukunft der Pestalozzischule in Brake und der weiteren Förderschulen Lernen in Niedersachsen war der Rote Faden eines Termins des CDU-Landtagsabgeordneten Björn Thümler. In der Pestalozzischule tauschte sich der Politiker aus Berne, Niedersachsens Minister für Wissenschaft und Kultur, mit Schülerinnen und Schülern, Eltern, Lehrkräften und Schulleiter Horst Duddek aus.
Die Schule mit zurzeit 135 Schülerinnen und Schülern soll nach den bisherigen Vorgaben der Politik bis Ende 2027 aufgelöst werden; 2022 wird zum letzten Mal eine fünfte Klasse eingeschult.
Björn Thümler lehnt diesen Kurs unmissverständlich ab. Er sagte in Brake: „Bei mir rennen Sie offene Türen ein, wenn es um den Erhalt der Förderschulen geht.“ Der Christdemokrat versprach: „Sollte die CDU nach den Landtagswahlen in Niedersachsen erneut Regierungsverantwortung tragen, wird das Ende der Förderschulen Lernen abgewendet.“ Thümlers Überzeugung: Vor allem die geringe Anzahl von Schülerinnen und Schülern im Klassenverbund ermögliche es, zusammen mit den persönlichen Förderungsangeboten durch Sonderpädagoginnen und Sozialpädagogen, dass auf die individuellen Bedürfnisse der Kinder besser eingegangen werden könne. Für die Schülerinnen und Schüler sei die Förderschule ein „Rückzugsort“, in dem sie angemessene Aufmerksamkeit erhielten.
Dass die Pestalozzischule ein eben solcher Rückzugsort zu sein scheint, bestätigten auch die Schüler, die an dem Dialog mit Björn Thümler teilgenommen hatten. Übereinstimmend berichteten sie von Mobbing-Erfahrungen an den Regelschulen, die sie zuvor besucht hatten, und lobten das Engagement ihrer jetzigen Lehrerinnen und Lehrer.
Die Lehrkräfte verdeutlichten: Längst nicht alle Schülerinnen und Schüler mit einem festgestellten sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf kämen mit den Bedingungen einer inklusiven Schule zurecht. Rahmenbedingungen wie Lehrkräftemangel und zu große Klassen erschwerten eine erfolgreiche Beschulung, hieß es.
Elternvertreterin Matina Cassenbohm unterstrich, für wie wichtig sie die Wahl- und Entscheidungsfreiheit der Eltern hält. Bei einer endgültigen Abschaffung der Förderschulen Lernen drohe ein Aussortieren vieler auffälliger Schülerinnen und Schüler, die dann unter Umständen noch nicht einmal mehr beschult würden. Wie Matina Cassenbohm berichtete, schließen sich gegenwärtig auf Landesebene immer mehr Eltern zusammen: „Durch Petitionen, Demonstrationen und andere Aktivitäten sollen die Politkerinnen und Politiker insbesondere der SPD und der Grünen unter Druck gesetzt werden, weil sie den Förderschulen Lernen und der Pestalozzischule Brake keine Zukunft zugestehen wollen.“ In der Wesermarsch seien ebenfalls Proteste geplant, kündigte die Elternvertreterin an.

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