Smartphone-Verbote oder Aufklärung? NWZ

WESERMARSCH. (tkl) Sollte die private Nutzung von Smartphones an Schulen stärker beschränkt oder sogar verboten werden – diese Diskussion nimmt überall in Deutschland mehr Fahrt auf. Auch beim „Jugend-Talk“ mit Björn Thümler wurde das Thema jetzt diskutiert.

Regelmäßige Treffen

Im März hatten sich sieben junge Menschen aus der Wesermarsch zusammengetan. Bis zum voraussichtlichen Abschluss der Legislaturperiode des Landtages Ende 2027 wollen Malenie Kettelhake, Ineke Lütjen, Marie-Ann Gawronski, Marie Reder, Tjorben Schneider, Felix Wettich und George Safta den CDU-Landtagsabgeordneten Björn Thümler beraten und begleiten. Sie stammen aus Brake, Berne, Lemwerder und Rodenkirchen. Die „Jugend-Talk“-Mitglieder und Björn Thümler vereinbarten regelmäßige Treffen, online oder in Präsenz im Wechsel. Außerdem will der Politiker aus Berne Besuche im Kreistag und Landtag organisieren. Denkbar seien ebenfalls Fahrten zum Bundestag oder zur Europäischen Union nach Brüssel, ergänzt der CDU-Landtagsabgeordnete. „Ich möchte mehr von dem erfahren, was junge Menschen beschäftigt und wo die Politik gefragt ist.“ So hatte Thümler im vergangenen Jahr seine Initiative und den öffentlichen Aufruf zu dem „Jugend-Talk“ begründet.

Smartphones in Schule

Bewerben konnten sich Jugendliche außerhalb der Jugendorganisationen der politischen Parteien. Nun interessierte Thümler die Meinung zum Thema „Smartphone-Verbot – ja oder Nein?“ Denn im Saarland erließ die Landesregierung ein Verbot der Nutzung von Mobiltelefonen an Grundschulen und der Primarstufe der Förderschulen. Hessen und Baden-Württemberg hatten die Nutzung an den Schulen jüngst eingeschränkt.

Begründet wurde die Unterstützung für ein Verbot innerhalb des Arbeitskreises zum Beispiel so: „Generell gibt es etliche Kinder, die sozialen Kontakt nur noch in der Schule erfahren. Ein Verbot würde die Kommunikationsfähigkeit gerade bei jüngeren Jahrgängen massiv fördern.“ Die „Jugend-Talk“-Mitglieder, die sich mit Beschränkungen anfreunden können, sprachen sich jedoch auch für Lockerungen in höheren Jahrgängen aus. Es gab jedoch ebenfalls Jugend-Talk-Mitglieder, die ein Verbot kritisch sehen würden. Sie führten unter anderem Schwierigkeiten bei der Umsetzung und Kontrolle an.

Problembewusstsein statt Verbote

Ein „Jugend-Talk“-Mitglied plädierte für die Suche nach gemeinsamen Lösungen: „Zum Beispiel könnte man im Unterricht mehr über den richtigen Umgang mit Smartphones sprechen. So lernen die Schüler einen verantwortungsvollen Umgang. Sie erkennen selbst mögliche Probleme, anstatt nur Regeln zu befolgen.“ Björn Thümler zeigte sich nach dem Austausch zum Thema Smartphone-Verbot „angetan von der Qualität und dem Niveau der Beiträge“. Bei weiteren Diskussionen etwa im Landtag werde er sich auf den Input „seines“ Jugend-Talks stützen, kündigt er an.

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