BJÖRN THÜMLER
Landtagskandidat

Häusliche Gewalt und Gewalt gegen Frauen: Björn Thümler will größeres Engagement


„Wir brauchen mehr Aufklärung über Häusliche Gewalt in der Wesermarsch. Das Problem darf nicht tabuisiert werden.“ Das betont der CDU-Landtagsabgeordnete Björn Thümler vor dem Hintergrund aktueller Zahlen. Demnach nimmt die Gewalt gegen Frauen zu. Auch Maren Ozanna, Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Wesermarsch, hatte sich so geäußert.
Gewalt im privaten Umfeld ziehe sich durch alle Altersgruppen und sozialen Schichten, hatte die Gleichstellungsbeauftragte dem Politiker bei einem gemeinsamen Gespräch erläutert. Neben Gewalt in Paarbeziehungen seien auch andere Konstellationen verbreitet, wie zum Beispiel körperliche Auseinandersetzungen zwischen Eltern und ihren Kindern. Durch die Lockdowns in Folge der Corona-Pandemie sei die Situation verschärft worden, erinnert Thümler. Das verlange ein noch größeres gesellschaftliches Engagement gegen Gewalt in all ihren Formen und Ausprägungen, so der CDU-Landtagsabgeordnete.
Ein konkretes Problem, das der Politiker zeitnah anpacken will, ist die seit mehreren Jahren eingestellte finanzielle Unterstützung der Oldenburger Beratungsstelle “Wildwasser” durch den Landkreis Wesermarsch. Hintergrund: Die Zahl der Fälle sexualisierter Gewalt aus der Wesermarsch, die dort betreut werden, wächst nach Darstellung von Maren Ozanna deutlich. Das „Wildwasser“-Team kümmert sich auch um von sexualisierter Gewalt betroffene Frauen aus der Wesermarsch, weil die Kreis-Beratungsstelle LaWeGa (Landkreis Wesermarsch gegen Gewalt an Frauen) überwiegend für Erstberatungen im Zusammenhang mit Häuslicher Gewalt zuständig ist. Im Unterschied zu LaWeGa richtet sich das Angebot der Fachberatungsstelle „Wildwasser“ an Mädchen und Frauen unter 18 Jahren. Zusätzlich dient „Wildwasser“ als Anlaufstelle bei sexualisierter Gewalt außerhalb des häuslichen Umfeldes.
Björn Thümler hält es für „ein Gebot der Fairness, wenn wir uns hier finanziell solidarisch zeigen“. Die Mehrheitsgruppe im Kreistag werde sich nach der Sommerpause mit dem Thema befassen.

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