BJÖRN THÜMLER
Landtagskandidat

Björn Thümler zum Ärzte-Mangel in Lemwerder: „Es gibt kein Patentrezept“

„Ich werde alle meine Kontakte und Möglichkeiten nutzen, um die neue Lücke in der ärztlichen Versorgung der Gemeinde Lemwerder zu schließen.“ Das hat der CDU-Landtagsabgeordnete Björn Thümler zugesichert. Anlass ist die Nachricht, dass der Allgemeinmediziner Dr. Jörg Wohlers Ende September seine Praxis schließen wird. Er stehe bereits mit der Ärztekammer und der Kassenärztlichen Vereinigung in Verbindung, ergänzt Thümler.
Doch Björn Thümler warnt auch vor übertriebenen Erwartungen an die Politik. Er stellt fest: „Über die Gemeinde Lemwerder hinaus ist der Ärztemangel in der Wesermarsch – so wie in vielen anderen ländlichen Gebieten – eine der größten Herausforderungen für das Gemeinwesen.“ Finanzielle Anreize alleine könnten die Problematik nicht entschärfen, ist sich Thümler sicher. Denn bei einem solchen „Überbietungswettbewerb“ seien immer Kommunen im Rennen, die mehr Geld anbieten könnten als andere.
Vielmehr sei ein ganzes Maßnahmenbündel erforderlich: „Es gibt kein Patentrezept.“ So müssten die potenziellen Anwärter auf eine Arztstelle zum Beispiel von der Familienfreundlichkeit ihrer künftigen Heimat fest überzeugt sein und davon, dass ihr Partner beziehungsweise ihre Partnerin in der Wesermarsch passende Arbeitsmöglichkeiten vorfinden würde. Darüber hinaus nennt Björn Thümler Stichpunkte wie den Ausbau von Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten auch über das Internet, mehr Medizin-Studienplätze und ein Netzwerk von Gemeindeschwestern und Gemeindenotfallsanitätern.
Wolf Rosenhagen, Vorsitzender des CDU-Gemeindeverbandes Lemwerder und Fraktionsvorsitzender im Gemeinderat, zeigt sich ebenfalls über die drohende schlechtere ärztliche Versorgung in der Wesermarsch besorgt. „Ärzte vor Ort bedeutet mehr Lebensqualität und stärkt außerdem den Wohn- und Wirtschaftsstandort Lemwerder“, sagt er. Die CDU Lemwerder wolle parteiübergreifend im Rahmen eines breiten Bündnisses mögliche Lösungsansätze mitentwickeln, so Rosenhagen.

Foto: Pixabay

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